Lokale KI auf dem Mac Mini

Eine Box.
Das Wissen der ganzen Kanzlei.

Ein Mac Mini steht in der Kanzlei und rechnet die KI. Auf jedem Schreibtisch läuft Kintari und greift darauf zu — Recherche, Akten, Wissen. Nichts davon verlässt das Haus. Deine Daten gehören dir.

Mac Mini M4 Null Cloud Berufsgeheimnis gewahrt DSGVO durch Architektur
Mac Mini auf dem Aktenschrank einer Kanzlei, daneben BGB-, ZPO- und StPO-Kommentare unter einer Bankerlampe.
Kapitel I · Das Dilemma

Das Wissen ist da. Nur nicht auffindbar.

Jedes Haus, das mit vertraulichen Mandaten arbeitet, sitzt auf einem Berg eigenen Wissens — und kommt nicht dran. Die naheliegende Abkürzung wäre KI. Genau die ist verboten, sobald Mandantendaten in eine fremde Cloud wandern.

Rechtsanwalt

Die Frage hattest du vor zwei Jahren schon — sechzig Seiten Schriftsatz, Anlagen, eine Aktennotiz nach der Verhandlung. Irgendwo. Du suchst, statt zu schreiben.

Steuerberater

Welcher Bescheid gehört zu welchem Beleg, was hat das Finanzamt letztes Jahr bei genau dieser Konstellation moniert? Es steht in den Akten — verteilt über Mandate und Jahre.

Notar

Welche Urkunde enthielt die saubere Rückforderungsklausel, welcher Entwurf war die brauchbare Vorlage? Das Archiv weiß es. Du blätterst.

Die übliche Antwort heißt: lieber gar keine KI. Während nebenan jemand längst die zwei relevanten Absätze vorgelesen bekommt. Es geht ein Weg dazwischen — er beginnt mit einer kleinen Box.

Kapitel II · Die Box

Ein Mac Mini.
Der KI-Knoten der Kanzlei.

Ein Mac Mini ist kein Server im klassischen Sinn — er ist still, klein, sparsam und steht unauffällig im Kanzleischrank. Genau das macht ihn zur idealen lokalen KI-Box: Auf ihm läuft das Sprachmodell, an den Schreibtischen läuft nur die App.

Technisch: Auf dem Mac Mini läuft ein lokaler Modell-Server. In Kintari trägt jeder Arbeitsplatz als Modell-Endpunkt die Netzwerkadresse der Box ein — eine einzige Einstellung. Ab da denkt die ganze Kanzlei mit demselben lokalen Modell, ohne dass ein einziges Byte das Haus verlässt.

Wichtig zur Einordnung: Die Box rechnet — sie sammelt nicht. Akten, Mandantendaten und der durchsuchbare Wissensindex bleiben am Arbeitsplatz oder auf einem kanzleieigenen, verschlüsselten Laufwerk. Es gibt keinen zentralen Datentopf, den jemand abgreifen könnte. Kein Cloud-Konto, kein Port nach außen.

Topologie: Mac Mini als Modell-Server, per LAN mit drei Arbeitsplätzen (Anwalt, Steuerberater, Notar) verbunden, Internet durchgestrichen.

Womit man startet

Solo / 2–3 Plätze Mac Mini M4, 24 GB unified memory — ein lokales Modell mittlerer Größe, flott genug für Recherche und Zusammenfassung.
4–12 Plätze Mac Mini M4 Pro, 64 GB — größeres Modell, mehrere parallele Anfragen ohne spürbares Warten.
Größeres Haus Zweite Box oder mehr Speicher; Teams nach Standort/Abteilung auf je eine Box gelegt.

Richtwerte, keine Verkaufsbindung — die Hardware kaufst du, wo du willst. Bei der Modellauswahl und Dimensionierung helfen wir auf Wunsch.

Kapitel III · Im Alltag

Wissen, das im Haus bleibt.

I.

Frag das Archiv

Statt im Aktenarchiv zu suchen, fragst du Kintari in normaler Sprache — und bekommst die zwei zentralen Absätze, mit Verweis auf die Originaldatei. Ein Klick, du übernimmst, was passt.

Der Anwalt fragt nach der eigenen Argumentation zu einer Norm von vor zwei Jahren. Der Steuerberater fragt, was das Finanzamt bei einer vergleichbaren Konstellation zuletzt beanstandet hat. Der Notar sucht die Urkunde mit der sauberen Klausel. Dieselbe Frage-Mechanik, drei Berufe.

Was passiert: Volltext- und semantische Suche über alle Akten und Notizen des Workspaces. Das Modell, das die Antwort formuliert, läuft auf der Box im Haus. Antworten zitieren immer die Quelle.

Recherche im Workspace local · prompt
Kintari — Recherche im Workspace
II.

Den Stapel verstehen

Posteingang voll, drei laufende Mandate, alles vermischt. Verbinde das Kanzlei-Postfach mit Kintari: Der Agent liest, ordnet nach Mandat, fasst lange Schreiben zusammen — und bereitet auf Wunsch eine Antwort vor, die du nur noch freigibst.

Für den Steuerberater heißt das: eingehende Belege und Bescheide den Mandanten zuordnen, statt sie zu sortieren. Für den Notar: Beteiligte und Fristen aus einem Vorgang herausziehen, ohne jede Mail einzeln zu öffnen.

Was passiert: Zugangsdaten liegen im OS-Schlüsselbund, nie in offener Konfiguration. Inhalte werden lokal indexiert, die Sortierung rechnet das Modell auf der Box.

Routinen — geplante Läufe local · prompt
Kintari — Routinen — geplante Läufe
III.

Vorlagen aus dem eigenen Bestand

Du brauchst ein Dokument, das es in einer Variante schon zwölfmal gab — nur welche Fassung war die gute? Frag nach Klausel und Inhalt, bekomme die relevanten Stellen, geordnet nach Datum, mit Quelle. Übernimm den Wortlaut, der passt.

Der Notar generiert im selben Schritt einen Stapel personalisierter Urkundenentwürfe aus einer Tabelle. Der Anwalt erkennt eine bewährte Vertragsfassung als Vorlage wieder, statt sie neu zu schreiben.

Was passiert: Der Wissensgraph verknüpft Konzepte über Dokumente hinweg, nicht nur Wörter. PDF-Vorlagen mit Platzhaltern werden aus einer Excel- oder CSV-Tabelle zu einem ZIP-Archiv gefüllt — alles lokal, ohne Cloud-Roundtrip.

Skills & Vorlagen local · notes
Kintari — Skills & Vorlagen
Kapitel IV · Die Rechnung

Warum die Box — nicht das Abo.

Einmal Hardware statt Dauer-Abo

Eine Box, einmal gekauft, läuft Jahre. Cloud-KI kostet pro Sitz, pro Monat, pro Anfrage — auf Dauer das Vielfache, ohne dass dir je etwas gehört.

Schweigepflicht ist kein Vertragsanhang

Was nie das Haus verlässt, kann kein Auftragsverarbeiter einsehen. Die Box löst das berufsrechtlich durch Architektur, nicht durch ein Versprechen im Kleingedruckten.

Du behältst die Kontrolle

Kein Anbieter kann das Modell über Nacht ändern, verteuern oder abschalten. Die Box steht bei dir — du entscheidest, was läuft. Deine Daten gehören dir.

Kapitel V · Compliance, kompakt

Warum das berufsrechtlich trägt.

  • DSGVO Art. 25 — Privacy by Design

    Verarbeitung findet auf eurer Hardware statt. Datenminimierung ist hier nicht Einstellung, sondern Bauweise: Es gibt keinen externen Empfänger.

  • Auftragsverarbeitung — entfällt

    Wo kein Auftragsverarbeiter ist, ist kein AV-Vertrag nötig (Art. 28 DSGVO). Niemand außerhalb des Hauses sieht Mandantendaten — auch wir nicht.

  • § 43a BRAO · § 9 ÖRAO · § 18 BNotO

    Verschwiegenheit ist absolut, nicht „weitgehend". Eine Box im Haus, ohne Cloud-Pfad für Mandantendaten, ist kategorisch anders zu bewerten als ein Cloud-Tool.

  • Keine Telemetrie. Kein Konto.

    Keine Nutzungsdaten, keine Crash-Reports, kein Login. Nach der einmaligen Lizenzprüfung läuft alles offline — auch jahrelang.

Auf Anfrage stellen wir eine Compliance-Dokumentation mit Architektur-Übersicht und Datenfluss-Diagramm zur Vorlage bei Datenschutzbeauftragten oder Kammer bereit. Schreib an compliance@kintariapp.com.

Kapitel VI · Was zuerst gefragt wird

Bevor die Box einzieht.

Reicht ein Mac Mini wirklich für eine ganze Kanzlei?

Für die meisten kleinen und mittleren Kanzleien: ja. Ein Mac Mini M4 Pro mit 64 GB unified memory bedient ein lokales Modell für mehrere gleichzeitige Anfragen flüssig. Die schwere Rechenarbeit (Sprachmodell + Embeddings für die Suche) läuft auf dieser einen Box; an den Schreibtischen läuft nur die schlanke Kintari-App. Für sehr große Häuser oder mehrere parallele Teams skaliert man auf eine zweite Box oder mehr Speicher.

Wie kommt Kintari auf dem Notebook an die Box?

Über das Kanzlei-Netzwerk. Auf dem Mac Mini läuft Ollama als lokaler Modell-Server; in Kintari trägst du als Modell-Endpunkt die LAN-Adresse der Box ein statt localhost. Das ist eine einzige Einstellung — danach nutzt jeder Arbeitsplatz dasselbe lokale Modell. Es ist kein Cloud-Konto, kein Tunnel, kein Port nach außen nötig.

Wo liegen unsere Akten und Mandantendaten dann?

Da, wo du sie hinlegst — auf dem Arbeitsplatz oder einem kanzleieigenen, verschlüsselten Laufwerk. Kintari arbeitet auf normalen Dateien und legt sein Wissen in einem verschlüsselten Vault ab. Der Mac Mini rechnet nur; er ist kein Daten-Sammelpunkt, den jemand abgreifen könnte. Nichts davon verlässt das Haus.

Was, wenn wir doch mal ein Cloud-Modell brauchen?

Geht — aber bewusst. Standard ist das lokale Modell auf der Box. Für Aufgaben ganz ohne Mandantenbezug kannst du pro Anfrage ein Cloud-Modell wählen, klar getrennt im UI. Mandantendaten bleiben damit kategorisch vom Cloud-Pfad getrennt.

Wir sind keine Kanzlei, sondern eine Beratung / ein Mittelständler.

Dieselbe Architektur trägt jedes Haus mit vertraulichem Wissen — Beratungen, Steuerkanzleien, Notariate, Engineering-Büros, Praxen. Die Box steht im Serverraum statt unterm Schreibtisch, die Idee bleibt: ein lokaler KI-Knoten, an dem das Wissen bleibt, wo es hingehört.

Kapitel VII · Loslegen

Erst testen.
Dann die Box stellen.

Lade Kintari herunter, leg einen Workspace mit ein paar Akten an, sieh dir an, wie sich KI ohne Cloud anfühlt. Passt es, planen wir die Box für die Kanzlei — gemeinsam, mit der richtigen Dimensionierung.

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